Neubau, Umbau, Sanierung – nachhaltig und klimagerecht mit Glas bauen

2. SIGAB Glas-Termin | 19. November 2019 | Farelhaus Biel

Am 19. November 2019 fand im Farelhaus Biel der zweite SIGAB Glas-Termin statt. Im Zentrum standen neue Ansätze zum Planen und Bauen mit Glas im Spannungsfeld zwischen Altbau und Neubau, aktuelle Bau-Trends sowie Zukunftsvisionen, Nachhaltigkeit und Klimawandel.

Täglich entstehen unzählige neue Gebäude aus Beton, Stahl und Glas. Gleichzeitig bringt uns die Klimaveränderung vermehrt heisse und trockene Sommer sowie mildere Winter. Das Kühlen von Gebäuden scheint in Zukunft eine grössere Herausforderung zu sein als das Heizen. Sind verglaste Fassaden, wie sie zurzeit im Trend liegen, noch sinnvoll und klimagerecht? Müssen sich Fassadenplanung und Bauweise wandeln und anpassen, damit die Energiebilanz auch in Zukunft stimmt?

Um Ressourcen zu schonen, werden vermehrt Altbauten saniert. Einige dieser Altbauten stehen unter Denkmalschutz, wie etwa der Veranstaltungsort «Farelhaus». Wie verhält es sich bei solchen Bauten mit Glas am Bau? Welche Vorschriften und Richtlinien müssen bei einer Sanierung beachtet werden?

Die Präsentationen finden Sie auf dieser Website.

 

Der zweite SIGAB Glas-Termin fand im Farelhaus Biel statt. Das Farelhaus ist ein bedeutender Architekturzeuge aus den späten 1950ern im Zentrum der Stadt Biel und ein Frühwerk des Bieler Architekten Max Schlup. Das ehemalige reformierte Kirchgemeindehaus mit Mädchenheim und Restaurant zeichnet sich durch seine Vorhangfassade, die Materialwahl und die interessante Raumorganisation aus. Herzstück ist der atriumartige Gartenhof mit der als Paravent eingeschobenen Backsteinwand. Das Gebäude widerspiegelt exemplarisch den damaligen Geist der Zeit wie auch Schlups architektonische Vision.

2016 übernahm eine neue Trägerschaft, bestehend aus fünf Bieler Architekten, das denkmalgeschützte Farelhaus und führte es durch eine nachhaltige Sanierung und Neupositionierung in einen neuen Lebenszyklus. Auch heute noch ist das Farelhaus ein Multifunktionshaus mit öffentlichem Charakter. Ein aussergewöhnlicher Veranstaltungsort für unseren zweiten Glas-Termin, wo Stil und Kultur Geschichte haben.

VERANSTALTUNGSORT
FARELHAUS BIEL

Rückblick 2017

Bilder: Vanina Moreillon, Inédit

Megatrend Sicherheit – in Architektur und Gesellschaft

1. SIGAB Glas-Termin | 23. November 2017 | Eventforum Bern

Der erste Glas-Termin ist Geschichte. Die Premiere des vom SIGAB lancierten neuen Fach-Events für die Baubranche war restlos ausgebucht. Aus allen Sprachregionen der Schweiz folgten rund 170 Fachleute aus der Glas- und Baubranche sowie Mitglieder von Behörden, Versicherungen und Generalunternehmungen der Einladung des SIGAB und trafen sich in Bern.

Eröffnet wurde der Event von einem spannenden Referat von Julia Koch, Architektin und Partnerin bei giuliani.hönger ag, zum Veranstaltungsort, dem neu gestalteten Hochschulgelände vonRoll der Universität und der PH Bern. Bei der ersten Bauetappe der Umwandlung vom Industrie- zum Hochschulgelände war sie als Projektleiterin massgeblich beteiligt. Die anschliessende Führung in verschiedenen Gruppen über das Hochschulgelände vonRoll war ein erstes Highlight und bot kurzweilige Einblicke in zeitgemässe Architektur öffentlicher Bauten.

Nach der Kaffeepause erläuterten verschiedene Experten für Glas am Bau in kurzen Referaten Inhalte und Anwendung der im Zentrum stehenden neuen SIGAB-Richtlinie 002 «Sicherheit mit Glas – Anforderungen an Glasbauteile». SIGAB-Gastgeber Markus Läubli, Architekt und Glasbauexperte, hob in seinem Referat noch einmal die wesentlichen Punkte und Neuerungen der neuen Richtlinie hervor. Auch der nachfolgende Referent, Hans Stoller, betonte in klaren Worten die sicherheitsrelevanten Aspekte beim Bauen mit Glas – aus Sicht eines Juristen und Architekten. Welche Aspekte beim sicheren Bauen aus dem Blickwinkel eines Fassadenplaners beachtet werden müssen, erläuterte Remo Kunz, Mitinhaber und Projektleiter der gkp fassadentechnik ag in seinem Referat. Im Anschluss führte Moderator André Kesper durch eine Podiumsdiskussion mit den erwähnten Referenten sowie Tobias Jakob, Leiter Haus/Freizeit/Produkte der bfu - Beratungsstelle für Unfallverhütung. Auch auf kritische Fragen aus dem Publikum wurde eingegangen und im Rahmen der Zeit engagiert geantwortet.

Ein weiteres Highlight des ersten Glas-Termins war das Referat zum Megatrend Sicherheit von Karin Frick, Ökonomin und Leiterin Research am Gottlieb-Duttweiler-Institut (GDI). Illustriert durch eindrückliche Bilder referierte sie über die neusten Erkenntnisse aus der Zukunftsforschung, insbesondere über die gesellschaftlichen Entwicklungen und Tendenzen im Bereich Sicherheit. Nach diesem informativen Nachmittag konnten die Teilnehmenden an einem gemütlichen Apéro riche den Tag ausklingen lassen.